Expressmodus
Der Expressmodus ist der Standardmodus, um die die Spur auf deinem Bildschirm zu positionieren. Sowohl Eingaben, die absolut zum Bildschirm sind, als auch Eingaben, die relativ zum Bildschirm sind, können genutzt werden.
Du findest die Einstellungen zum Expressmodus unter Art der Einstellungen: Alle > Interaktion > Expressmodus.

In der absoluten Eingabe mit dem Kopf führst du die Spur mit deiner Kopfrichtung oder Blickrichtung über den Bildschirm. Die absolute Eingabe eignet sich für Nutzer, die eine gute Kopf- oder Augenkontrolle haben und Wert auf eine schnelle Benutzererfahrung legen.
Für die Kopfrichtung stimmt Semanux Access anhand des Kamerabildes die Neigung und Rotation deines Kopfes, und berechnet die Ausrichtung eines nach vorne gerichteten Vektors auf den Bildschirm. An der Stelle, an der der Vektor den Bildschirm schneidet, wird die Spur angezeigt. Die Eingabe heißt absolut, weil sie ein direkter Vektor von deinem Kopf auf den Bildschirm ist.
Die Geschwindigkeit der Kopfrichtung kann eingestellt werden, wenn man einen größeren oder kleineren Bewegungsradius mit dem Kopf als üblich hat. Werte über 1x lassen die Spur schneller bewegen und verbessern die Erreichung der Ecken. Mit Werten unter 1x wird die Spur langsamer, aber auch die Erreichung der Ecken wird schwieriger bis unmöglich.
Du kannst zwischen reaktiverer und weicherer Filterung der Kopfrichtung wählen. In der reaktiven Filterung werden auch kleine Unstimmigkeiten sofort in der Spur sichtbar, aber sind ggf. präziser. In der weichen Filterung werden diese Unstimmigkeiten zwischen mehreren Bildern über gleitende Durchschnitte ausgeglichen, sodass sich ein harmonischeres Bild der Blickspur bietet.
Mit der Option Spur am Rand des Bildschirms stoppen lässt sich einstellen, ob die Spur am Bildschirmrand "stoppen" soll. Bewegst du die Spur an den Bildschirmrand, kannst du deinen Kopf weiter in die gleiche Richtung bewegen, ohne dass die Spur verschwindet. Bewegst du den Kopf nun zurück, wird deine vorige Kopfausrichtung als neue Neutralposition angenommen.
Für die Blickrichtung nutzt Semanux Access die Ausgabe eines Eyetrackers. Du kannst einen Eyetracker ebenfalls in den Eingaben konfigurieren.
In der relativen Eingabe steuerst du die Spur wie einen Joystick nach oben, unten, rechts und links. Die Spur bewegt sich in der relativen Eingabe also solange in die jeweilige Richtung, solange deine Eingabe in diese Richtung ausgerichtet ist. Die relative Eingabe eignet sich für Nutzer, die eine eingeschränkte Kopfkontrolle haben oder sich mehr Kontrolle als zum Beispiel mit der Kopfrichtung wünschen.
Mit der Option Auf die dominante Achse beschränken kann die relative Eingabe so geändert werden, dass immer nur die jeweils dominante Achse (horizontal oder vertikal) als Steuersignal verwendet werden. Überwiegt die Kopfdrehung in der vertikalen Richtung die Kopfdrehung in der horizontalen Richtung, wird nur die vertikale Richtung berücksichtigt und umgekehrt. Dies ist insbesondere hilfreich für Nutzer, die eine eingeschränkte Kontrolle ihrer Kopfdrehung haben.
Die Geschwindigkeit der Spur auf dem Bildschirm wird in Pixeln pro Sekunde festgelegt und bestimmt die Geschwindigkeit, in der sich die Spur bewegt – sowohl in der horizontalen als auch in der vertikalen Richtung.
Der Totbereich, in dem eine geringfügige Bewegung nicht zu einer Eingabe führt erlaubt es festzulegen, dass sich die Kopfdrehung über einen gewissen Wert bewegen muss, um als valide Eingabe erkannt zu werden. Bei einem Totbereich von 10% muss der Kopf um mehr als 10% der maximalen Kopfdrehung gedreht werden, damit sich die Spur in der jeweiligen Richtung bewegt. Einen Totbereich festzulegen ist hilfreich, wenn der Kopf des Benutzers nicht stabil ist, sondern leicht wackelt.
Du kannst zwischen reaktiverer und weicherer Filterung der Kopfrichtung wählen. In der reaktiven Filterung werden auch kleine Unstimmigkeiten sofort in der Spur sichtbar, aber sind ggf. präziser. In der weichen Filterung werden diese Unstimmigkeiten zwischen mehreren Bildern über gleitende Durchschnitte ausgeglichen, sodass sich ein harmonischeres Bild der Blickspur bietet.
Die Begrenzung für horizontalen oder vertikalen Winkel der Kopfdrehung lässt sich separat einstellen. Dies ist insbesondere geeignet für Menschen, die ihren Kopf nicht in alle Richtungen gleich gut bewegen können. Bei kleineren Werten in Grad (°) muss der Kopf weniger stark gedreht werden als bei größeren.
Statt der Kopfdrehung können in der relativen Eingabe auch der linke oder rechte Stick eines Controllers verwendet werden.